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Maharishi-Effekt, soziale Gesundheit, Weltfrieden
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Wissenschaftliche Abbildungen nach Vorlagen und mit Genehmigung der Maharishi Veda GmbH (www.meditation.de)

A. Physiologische Änderungen

durch die Ausübung der Transzendentalen Meditation und des TM-Sidhi-Programms

Wissenschaftlich gesicherte Anzeichen für einen vierten Hauptbewusstseinszustand

Übersicht

Wissenschaftliche Untersuchungen während der Ausübung der TM, die bei  Normalpersonen in Ruhe bei geschlossenen Augen nicht vorkommen oder in nur weit geringerem Ausmaß

Signifikante Abnahme:

·        Verringerung von Atemfrequenz und -tiefe

·        Verringerung des Sauerstoffverbrauchs ohne Änderung des respiratorischen Quotienten (Verhältnis von Sauerstoffzufuhr und Kohlendioxidausstoß)

·        Der Blutfluss im Gehirn und innerhalb der Haut erhöht sich deutlich, nicht aber innerhalb von Nieren und Leber

·        Das Gehirnwellenmuster zeigt langsame Alpha-Wellen und Theta-Wellen

·        Die Wellen der vorderen und hinteren Anteile des Gehirns synchronisieren sich

·         Der Serum-Laktatgehalt (Milchsäure im strömenden Blut) verringert sich = Stressreduktion

·        Vanillinmandelsäure als Zeichen eines veränderten Stoffwechsels der Katecholamine (Überträgersubstanzen des Nervensystems, erhöht unter Stress) erniedrigt sich

·        Plasma-Cortisol erniedrigt sich (Cortisol im Blutplasma, zeigt erhöhte Spiegel bei chronischem Stress)

·        Der Stoffwechsel der roten Blutkörperchen reduziert sich.  

Signifikante Zunahme:

·        Erhöhung des Hautwiderstands (Anzeichen von Entspannung)

·        Plasma-Prolaktin (das Milchbildungshormon in der Blutflüssigkeit, ein Anti-Stress-Hormon, das auch bei Männern vorkommt) erhöht sich

·        Plasma-Phenylalanin (eine Aminosäure im Blut) nimmt zu

·        5-Hydroxyindol-3-Essigsäure (5-HIES, Hauptabbauprodukt von Serotonin) erhöht sich, als Zeichen eines veränderten Stoffwechsel von Serotonin, dem Schlaf- und Glückshormon (verringert Depressionen)  

Unverändert bleiben:

·        der Blutdruck, gemessen am diastolischen, systolischen und mittleren arteriellen Blutdruck

·    der Partialdruck von Sauerstoff und Kohlendioxid im arteriellen Blut (arterieller PO2 und PCO2), der

      respiratorische Quotient, bleibt gleich, d.h. die Sauerstoffversorgung des Körpers bleibt optimal.

 

Referenzen:                       

Collected Papers, Vol. 3, S. 1616, aus: John T. Farrow, PhD, J. Russell Herbert, MA: Breath Suspension during the Transcendental Meditation Technique, Psychosomatic Medicine, Vol. 44, Nr. 2, (Mai 1982), S. 133-153.

Tiefe Ruhe

Physiologische Anzeichen tiefer Ruhe

während der Transzendentalen Meditation

In einer Meta-Analyse von 31 verschiedenen Studien wurde der Unterschied der Tiefe der Entspannung zwischen TM und normaler Ruhe mit geschlossenen Augen unter­sucht. Das Ergebnis ist, dass sich die Ruhe während der TM deutlich von normaler Ruhe unterscheidet, wie anhand eines deutlich höheren Hautwider­standes, geringerer Atemfrequenz, Herzfrequenz und Blutlaktatgehaltes gezeigt wird. Dabei handelt es sich um konsistente Ergebnisse über viele Einzelstudien hinweg.


Physiologische Anzeichen tiefer Ruhe

während Transzendentaler Meditation  

Medizinische und statistische Grundlagen 

Bei der Ermittlung des Hautwiderstands misst der Untersucher die elektrische Leitfähigkeit der Haut zwischen zwei angebrachten Elektroden als Maß für den Grad der Entspannung einer Person. Entspannte Menschen haben einen hohen Hautwiderstand (relativ trockene Hautoberfläche, die Strom schlecht leitet, angespannte Personen haben einen niedrigen (relativ feuchtere Haut leitet im Gegensatz dazu den Strom stärker; Näheres siehe vorige Studie).  

Auch das Atemmuster zeigt objektiv den Grad der Entspannung einer Person an. In Ruhe reduzieren sich die Anzahl der Atemzüge pro Minute und auch der einzelne Atemzug wird durchschnittlich flacher, da der Mensch weniger Sauerstoff braucht. Dies regelt das unwillkürliche Nervensystem (Parasympathikus) automatisch. Bei körperlicher Belastung oder seelischem Stress nimmt die Stoffwechselrate hingegen direkt proportional zu, also desto mehr, je größer die Anspannung ist. Daher benutzen Forscher die Menge der Atemzüge pro Minute (= Frequenz) und die Tiefe der Atemzüge (= Amplitude) als direktes Maß für das Ausmaß von Anspannung/Entspannung einer Person.  

Aus dem gleichen Grund bestimmen Forscher den Plasmalaktatgehalt, die Menge von Milchsäure im strömenden Blut. Milchsäure entsteht als Abbauprodukt des Kohlenhydratstoffwechsels, wenn die Energie für die Arbeit der Muskeln erzeugt wird. Sie entsteht durch enzymatischen Abbau bei jeder Art von Muskelaktivität. Da mit jeder Stressbelastung zum einen muskuläre Anspannung einhergeht (Nackenverspannungen!) und zum anderen auch die Atmung zunimmt, wozu ebenfalls gesteigerte Muskelarbeit vonnöten ist, werten Mediziner auch die Menge des Blutlaktats als ein direktes Maß für die Anspannung bzw. Entspanntheit einer Person.

Durchführung der Untersuchung

Meta-Analyse von 31 verschiedenen Studien, durchgeführt von Michael Dillbeck and David Orme-Johnson, beide vom Forschungszentrum der Maharishi University of Management in Fairfield, Iowa.  

Die Meta-Analyse ist ein recht neues, zunehmend populäres, statistisches Instrument. Mit dieser Berech-nungsmethode können Wissenschaftler die Ergebnisse ähnlicher Studien miteinander kombinieren und vergleichbare Variablen (Untersuchungsthemen) untersuchen, um übereinstimmende Trends herauszu-kristallisieren. Durch die große Menge an Daten erhalten sie besonders aussagefähige und zuverlässige Ergebnisse. Überdies weisen Einzelstudien häufig Mängel auf, die durch Meta-Analysen ausgeglichen werden können.

Die Forscher wollten den Unterschied in der Tiefe der Entspannung zwischen TM und normaler Ruhe mit geschlossenen Augen anhand bereits vorhandener Daten besonders deutlich herauskristallisieren. Eingeschlossen wurden bereits vorhandene Studien über die Auswirkungen der TM auf den Hautwider-stand in Ruhe (basaler Hautwiderstand) und nach Stimulation (spontane Response (Antwort) des Hautwiderstands), die Atemfrequenz, die Herzfrequenz und das Plasmalaktat.  

 

Ergebnisse

Die Ruhe während der TM unterschied sich signifikant beim basalen Hautwiderstand (n), der Atemfrequenz (p), der Herzfrequenz (p) und dem Blutlaktatgehalt (p).

Außerdem kam heraus, dass Personen mit längerer TM-Praxis sich bereits in normaler Ruheposition von nicht praktizierenden Personen unterschieden: Sie wiesen einen signifikant höheren basalen Hautwider-stand, niedrigere Atem- und Herzfrequenz auf, sowie einen geringeren Plasmalaktatgehalt.

 

Besondere Bedeutung

Die Ergebnisse dieser Meta-Analyse zeigen,

a) dass sich der durch TM erzeugte Ruhezustand deutlich von normaler Ruhe mit geschlossenen Augen unterscheidet und dass dies nicht nur das Resultat einiger weniger Einzelstudien ist, sondern dass es sich dabei um ein konsistentes Ergebnis handelt.

b) Gleichzeitig kam dabei heraus, dass die Praxis der TM Auswirkungen auf das tägliche Leben in Richtung mehr Ruhe erzeugt, denn die TM-Personen zeigten auch außerhalb der TM bereits eine niedrigere Stoffwechselrate.

Die Untersucher weisen jedoch in ihrer Arbeit darauf hin, dass die TM nicht nur Ruhe induziert, sondern - wie viele andere Studien gezeigt haben - damit verbunden gleichzeitig auch eine größere Wachheit.  

 

Referenz

American Psychologist, Vol. 42, 1987, S.879-881  

 

Weitere Untersuchungen zum Thema

·        Verminderung der Herzbelastung, der Atemfrequenz, des Blutlaktatgehalts und des Hautwiderstands

      L’Encephale 10 (1984): S. 139 - 144

·        Verminderung des Stresshormons Plasmacortisol

        1. Hormones and Behaviour 10 (1) (1978): S. 54-60

        2. Journal of Biomedicine 1 (198=): 73-88

        3. Clinical and Experimental Pharmacology and Physiology 7 (1980): 75-76

        4. Experientia 34 (1978): 618-619

        5. Science 167 (1970): 1751-1754

        6. American Journal of Physiology 221 (1971): 795-799

Erhöhte Stressresistenz

Erhöhte Stressresistenz

durch Transzendentale Meditation

Personen, die die Technik der Transzendentalen Meditation ausüben, gewöhnen sich signifikant schneller an die Wiederholung eines lauten Tons, als nicht-meditierende Vergleichspersonen, gemessen an der Hautwiderstands-Response (Antwort des Hautwiderstands). Gleichzeitig zeigten sie ein stabileres Reaktionsmuster auf einen einzelnen Stressreiz als Kontrollpersonen.


Erhöhte Stressresistenz

durch Transzendentale Meditation

 

  Medizinische Grundlagen

Bei der Ermittlung des Hautwiderstands misst der Untersucher die elektrische Leitfähigkeit der Haut zwischen zwei Elektroden; von denen eine in der Regel an einer Handfläche, die andere am Mittelfinger angebracht wird. Das bekannteste Gerät dieser Art ist der sogenannte Lügendetektor. Der Hautwider-stand ist ein zuverlässiges Maß für den Grad der Entspannung einer Person: Entspannte Menschen haben eine relativ trockene Hautoberfläche, die Strom schlecht leitet (hoher Widerstand), die relativ feuchtere Haut angespannter Personen leitet im Gegensatz dazu den Strom stärker (niedriger Widerstand).  

Merke: entspannt = hoher Widerstand, angespannt = niedriger Hautwiderstand  

Als basalen Hautwiderstand definieren Mediziner die normalen Schwankungen (Fluktuationen) des Hautwiderstands, die auch ohne äußere Geräusche oder ohne Bewegungen des Probanden auftreten.

Getrennt davon misst man die spontane Hautwiderstands-Response, die Antwort des Hautwiderstands auf Störreize.

Eine Vielzahl physiologischer Studien hat die Übereinstimmung (Korrelation) von hohem Hautwider-stand und guter geistiger Gesundheit sowie die Verbindung von schlechter geistiger Gesundheit mit erniedrigten Werten bewiesen. Geistig Gesunde zeigen größere Stabilität des Verhaltens und des autonomen Nervensystems, weniger motorische Impulsivität, ein stärkeres Selbstbewusstsein, größere Extrovertiertheit, Feldunabhängigkeit und weniger negative Beeinflussung durch verschiedenste Stress-reize. Dabei wurde auch die schnellere Gewöhnung der geistig Gesunden an Stressreize, die mit Hilfe des Hautwiderstands gemessen werden konnte, gesichert.

 

Durchführung der Untersuchung

Vergleichende, kontrollierte, objektive Studie mit kleiner Stichprobengröße (n=16).

David Orme-Johnson verglich in dieser Studie die Gewöhnung an Stressreize bei TM-Meditierenden und nicht-meditierenden Studenten. Jede Gruppe bestand aus 3 weiblichen und 5 männlichen Personen, das mittlere Lebensalter der Meditierenden war 24 Jahre (19-33 Jahre), der Nicht-Meditierenden 28 Jahre (19-40 Jahre). Die Versuchspersonen meditierten im Mittel seit 15 Monaten (2-36 Monaten) regelmäßig.  

Die Getesteten saßen während des Experiments in einem stillen Raum. Als Stressreiz diente ein von einem Audiometer (Messinstrument zur Ermittlung der Hörschwellen) erzeugter lauter Ton, (100 Dezibel, 3000 Hertz, 0,5 sec.). Dieser Ton wurde dem Probanden in unregelmäßigen Abständen (10-190 sec.) per Kopfhörer auf ein Ohr gespielt. Die Schwankungen des Hautwiderstands zeichnete ein Lafayette Polygraph auf. Die Abstände zwischen den Tönen waren groß genug, so dass sich der Hautwiderstand zwischenzeitlich erholen und wieder auf das Niveau des basalen Hautwiderstands ansteigen konnte. Die Töne wurden bei jedem Probanden so lange eingespielt, bis drei aufeinander folgende Hautwiderstands-antworten weniger als 0,35 Kiloohm in der Amplitude (Höhe des Ausschlags) aufwiesen. Dies definierte Orme-Johnson als Kriterium der Gewöhnung an den Stressreiz  

Der Untersucher notierte Bewegungen eines Probanden während der Sitzung.

Drei Wochen nach dem Experiment maßen die Untersucher den basalen Hautwiderstand, der als relativ stabile Größe über längere Zeiträume angesehen wird.

 

Ergebnisse

I.                   Figur a): Während der ersten 11 Töne war die Gewöhnung an den Stressreiz für TM-Meditierende und Nicht-Meditierende gleich.  

* Während dieser Periode unterschieden sich die Latenz (Latenzzeit = Zeit, die bis zu einer

   Reaktion verstreicht),

* die Erholungszeit nach der Hautwiderstandsantwort beider Gruppen 

* sowie die Amplituden (= Höhe der Ausschläge) der ersten 11 Versuche sich nicht signifikant

   zwischen Versuchs- und Kontrollpersonen.  

Obwohl die Gewöhnungsreaktion zunächst gleich verlief, gewöhnten sich die TM-Meditierenden im weiteren Verlauf jedoch deutlich schneller an die Stressreize als die Kontrollpersonen. Sie zeigten nach 11 Tönen keine weiteren messbaren Hautwiderstandsresponses, während die nicht-meditierenden Studenten im Mittel erst nach 26,1 Tönen entspannt blieben. Überdies zeigten drei der Nicht-Meditierenden bei Beendigung der Testphase immer noch Hautwiderstandsantworten, während keiner der TM-Personen so lange brauchte.  

II. Figur b) zeigt das typische Verlaufsmuster der Hautwiderstandsschwankungen für einen einzelnen Stressreiz. Dabei wird deutlich, dass TM-Meditierende signifikant weniger Schwankungen nach einem Reiz zeigen, als die Normalpersonen. Diesen Unterschied ermittelten die Forscher anhand der mittleren Häufigkeit der mehrfachen Schwankungen des Hautwiderstands im Anschluss an den ersten Ton der Versuchsserie. Die Kurven der beiden untersuchten Gruppen unterschieden sich lediglich in der Menge der Mehrfach-Schwankungen, nicht jedoch in der Kurve an sich. Bei den späteren Tönen verringerte sich bei beiden Gruppen die Anzahl der Mehrfach-Schwankungen als Ausdruck des Gewöhnungsvorgangs.

 

Besondere Bedeutung

Diese Studie zeigt eine der physiologischen Entsprechungen der in vielen TM-Studien gefundenen Anzeichen für wachsende geistige Gesundheit. Sie ist einer der vielen Hinweise darauf, dass die geistigen Verbesserungen auch körperlich ablesbar sind und betonen damit die untrennbare Verbindung von Geist im Körper, wie wir sie aus den Veden kennen.

 

Referenz

Psychosomatic Medicine, Vol. 35, 1973, S. 341-349. In: Collected Papers, Vol. I, S. 233-238

 

Weitere Untersuchungen

Anfang der siebziger Jahre führten verschiedene Forscherteams sieben Studien durch, die die Hautwiderstandsänderungen bei TM-Meditierenden mit Normalpersonen verglichen. Diese zeigten einerseits immer wieder den dramatischen Anstieg des Hautwiderstands während der Ausübung der TM und andererseits, dass regelmäßige TM dazu führt, dass der basale Hautwiderstand auch tagsüber durch-schnittlich höher ist, die Meditierenden also messbar entspannter sind, als nicht-meditierende Kontroll-personen.

Alle Studien in Collected Papers, Volume 1.

 

Unterschiede zwischen TM, Lesen, Musik hören und Ruhen

Studie von Michael West des University College of Swansea, der Universität von Wales von 1973. Er maß den Hautwiderstand bei 10 Personen während vier verschiedener 20-Minuten-Perioden, in denen jeder von ihnen einmal TM ausübte, las, Musik hörte oder sich ausruhte. Dabei stellte er fest, dass der Hautwiderstand während der TM um ein Vielfaches mehr ansteigt, als durch

* Lesen (“The Wind in the Willow” von Kenneth Grahame),

* Musik hören (“Friends” von Elton John) und

* einfaches Ausruhen.

Die Mittelwerte gemessen in Kiloohm:

TM = 183,92 / Lesen = 25,82 / Musik hören = 36,14 / Ausruhen = 41,38.

TM gibt körperlich also durchschnittlich sieben Mal mehr Ruhe als Lesen, fünf Mal mehr als Musik hören und vier Mal mehr als Ruhen mit geschlossenen Augen!

Michael A. West: Changes in Skin Resistance in Subjects Resting, Reading, Listening to Music, or Practicing the Transcendental Meditation Technique, 1973. In: Collected Papers, Vol. 1, S. 224-229.


Atemstillstände

Atemstillstände

während der Transzendentalen Meditation

A: Perioden von Atem im Schwebezustand während der Erfahrung reinen Bewusstseins ohne gedankliche Aktivität bei einer erfahrenen TM-Meditierenden. Sie wurde gebeten, nach jeder subjektiven Transzendenzerfahrung auf einen Knopf zu drücken - dieser Knopfdruck ist eindeutig immer genau nach einer Periode von nicht mehr messbaren Atembewegungen.

B: Die detaillierte Darstellung des Atemflusses während einer typischen Periode reinen Bewusstseins. Hier wird deutlich, dass noch ein Atemmuster besteht, das eine hohe Frequenz hat, aber eine kaum noch registrierbare Amplitude. Im Mittel reduzierte sich die Atemrate um 50% gegenüber den Kontrollphasen vor und nach der TM.


Atemstillstände

während Transzendentale Meditation

Medizinische Grundlagen

Mediziner haben im letzten Jahrhundert ein gigantisches Wissen darüber zusammengetragen, wie unser Körper funktioniert. Inzwischen können sie nur anhand der Messwerte eines Menschen, ohne ihn zu sehen, genau sagen, ob er schläft, träumt oder wach ist. Über die TM liegen inzwischen viele verschiedene Studien vor, die verdeutlichen, dass es sich bei dieser geistigen Technik um einen 4. Hauptbewusstseinszustand handelt, der so neue Kennzeichen aufweist, dass er mit keinem der drei bisher bekannten Bewusstseinszustände (Wachen, Schlafen, Träumen) übereinstimmt. Die Bewusstseinsforscher bezeichnen ihn als ruhevolle Wachheit, da er zunehmend tiefe Ruhe bei wachsender geistiger Wachheit miteinander vereinigt.

 

Wissenswerte Hintergrundinformation

In 8 früheren Studien und Beobachtungen stellten Forscher fest, dass sich der Atemrhythmus während der TM ändert: Der Atem wird durchschnittlich langsamer und flacher (Frequenz = Häufigkeit der Atemzüge und Amplitude = Tiefe der Atemzüge nehmen ab). Bedeutsam ist, dass während der Technik der TM keinerlei Atemkontrolle geübt wird, sich der veränderte Atemrhythmus also spontan einstellt. 3 verschiedene Studien zeigten, dass das Verhältnis von Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxidabgabe gleich bleibt, der Meditierende ist also so tief entspannt, dass er schlicht weniger Sauerstoff benötigt. Dieses ist das erste Experiment, das die von TM-Meditierenden häufig berichteten Atempausen während der Erfahrung reinen Bewusstseins objektiv erfasst.

 

Durchführung und Ergebnisse der Untersuchung

Kontrollierte Einfachblindstudie ohne Zufallsverteilung, die sich in 4 verschiedene Experimente gliederte, bei denen die Versuchspersonen vor und nach der TM jeweils 5-10 Minuten mit geschlossenen Augen saßen und dann 20 Minuten meditierten:

 

1.) 95 Versuchspersonen mit einer mittleren Meditationspraxis von 4,3 Jahren (1-13 Jahre), meditierten, während Hautwiderstand, Muskeltonus und Atemmuster mit einem Schreiber aufgezeichnet wurden. Als Atemstillstand werteten die Untersucher eine Periode von mindestens 10 sec Dauer. Solche Atempausen hatten ca. 10% dieser TM-Anfänger (11 Personen). Ihre insgesamt 151 Perioden hielten durchschnittlich 18,7 sec an. Der Atemstillstand variierte zwischen 2 bis 29 mal pro TM-Sitzung, im Mittel 13,7 mal. Die jeweils längste Atempause der einzelnen Testpersonen dauerte zwischen 13 bis 53 sec, im Mittel 30,6 sec.

Diese Schwebezustände des Atems traten beim Sitzen mit geschlossenen Augen vor oder nach der TM kaum auf.  

2.) 23 Universitätsstudenten ohne Meditationserfahrung wurden mit 28 fortgeschrittenen TM-Meditierenden mit Fortgeschrittenen-Kursen verglichen. Diese meditierten durchschnittlich 7,2 Jahre (6-10 Jahre), 19 von ihnen waren TM-Lehrer. Beide Gruppen  wurden in Vierer-oder Fünfer-Gruppen untersucht, da Meditierende subjektiv Gruppenmeditationen häufig als intensiver empfinden. Bei jedem Teilnehmer zeichnete ein Thermo-Koppler die Atemströme vor Nase und  Mund simultan auf. Von den 28 TM-Meditierenden zeigten 21 Personen insgesamt 166 Atemstillstände, im Gegensatz zu 14 Atemstill-ständen bei 9 der 23 Kontrollpersonen. Die Atemstillstände bei der TM-Gruppe waren jedoch insgesamt signifikant häufiger und länger als bei den Kontrollstudenten.  

3.) 11 besonders erfahrene Personen mit Vertiefungskursen (davon 10 TM-Lehrer) mit einer mittleren Meditationspraxis von 8,1 Jahren (6-16 Jahre) wurden einzeln untersucht, die vor dem Experiment angege-ben hatten, häufige und anhaltende  Perioden reinen Bewusstseins  während der TM zu erfahren. Die Atmung wurde mit einem Zwei-Kanal-Magnetometer gemessen, der die feinen Bewegungen zwischen unterem Brustbein und Brustwirbelsäule aufzeichnete. Zusätzlich sollten die Personen nach jeder Erfahrung reinen Bewusstseins einen Knopf drücken. Um ihnen das Ziel der Studie zu verschleiern, wurden außerdem Elektroden zur Messung des Muskeltonus und des Hautwiderstands am Körper befestigt.

Zwei Auswerter (ohne Kenntnis des Knopfdruck-Protokolls), werteten als Atemstillstand, wenn der Schreiber länger als zwei durchschnittliche Atemzüge des gleichen Meditierenden nahezu Null aufzeich-nete. Die Versuchspersonen drückten den Knopf im Mittel 9.5 mal pro Sitzung (1-28 mal), 8 von 11 zeigten Atemstillstandspausen in ausreichender Länge. Das Drücken des Knopfes nach der Erfahrung reinen Bewusstseins war signifikant häufig von Atemstillstandsperioden begleitet.  

4.) Eine 26-jährige TM-Lehrerin mit 16-jähriger Meditationspraxis wurde untersucht, die bei den vorigen Experimenten trotz der Messungssituation über wiederholte und ausgedehnte Transzendenzerfah-rungen berichtete, auch waren ihre Atempausen häufiger und länger als bei allen anderen untersuchten Personen. Sechs Messungen wurden innerhalb von vier Monaten erstellt und die junge Frau anschließend jeweils gründlich interviewt. Als Kontrolle wurde sie ebenfalls gebeten, ihren Atem willentlich so lange anzuhalten, wie es während ihrer TM sonst spontan geschah.

Diese fortgeschrittene Meditierende drückte den Knopf unmittelbar nach Perioden, in denen die Atmung sich nahezu auf Null reduzierte. Der statistischen Analyse zufolge, war die Wahrscheinlichkeit, dass es sich dabei um zufällige Übereinstimmungen handeln könnte, 1: 10 Milliarden! (p < 10-10). 

Die Atemstillstandsperioden dieser jungen Frau waren bemerkenswert: Sie traten durchschnittlich alle 52 sec auf, hielten durchschnittlich 52 sec an und dies bei allen Sitzungen während vier Monaten.

Sie beschrieb ihre Erfahrung: „ Da ist eine sehr drastische Änderung, wenn der Zustand transzendentalen Bewusst-seins beginnt. Es ist, als ob man eine Skischanze runterfährt; an einem bestimmten Punkt verlässt man die Schanze und plötzlich bist du in der Luft. Beim Transzendieren tauchst du tiefer und tiefer, dann - klick - findest du dich selbst in diesem anderen Zustand, einfach - dort.“

 

Besondere Bedeutung

Die Untersucher bewerteten diese Ergebnisse als natürlichen Nebeneffekt eines stark erniedrigten Stoff-wechsels, denn es trat im Anschluss an die Atempausen keine kompensatorisch verstärkte Atmung auf. Der Sauerstoffverbrauch war durchschnittlich 40% geringer und am Ende der Sitzung sogar 60% geringer als in den Kontrollphasen ohne TM. Der respiratorische Quotient, das Verhältnis von Sauerstoff und Kohlendioxid im arteriellen Blut war unverändert, d.h. die Versuchspersonen optimal mit Sauerstoff versorgt.

* Die meisten körperlichen Parameter erreichten kurz vor dem Beginn des reinen Bewusstseins ungefähr die Ebene wie während der Transzendenzerfahrung: Der basale Hautwiderstand sowie Alpha- und Theta-Kohärenz im Gehirn waren hoch, viele Theta-Wellen traten auf, aber wenige Delta- und Beta-Wellen (Näheres s.u., Zunahme der Gehirnwellenkohärenz).

* Direkt mit Beginn der Transzendenz nahm der Hautwiderstand abrupt zu, ebenso wie Kohärenzen in allen Gehirnwellenbereichen.

* Kurz vor dem Ende der Erfahrung reinen Bewusstseins jedoch, drifteten viele der besonderen Werte dieser Periode bereits wieder zurück: Die extrem auftretenden Alpha-, Theta- und Delta-Kohärenzen verringerten sich, ebenso wie die Theta-Wellen. Wenige Sekunden vor dem Ende der Erfahrung erhöht sich der Hautwiderstand, während Delta- und Beta-Hirnwellen abrupt wieder auftreten Der Untersuchung zufolge hängen die dokumentierten Veränderungen signifikant mit der Erfahrung reinen Bewusstseins zusammen.

 

Referenz

John T. Farrow, J. Russell Herbert: Breath Suspension during the Transcendental Meditation Technique, Psychosomatic Medicine, Vol. 44, Nr.2, (Mai 1982), S. 133-153. In: Collected Papers, Vol. 3, S. 1611-1625

Übersicht wissenschaftlicher Studien Statistische Grundbegriffe

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