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Klaus Weber,
Dipl.-Ing., Sophienstr.
7, D-30159 Hannover, Tel. 0511-12357278
Mail:
k.weber@hannover.friedenspalast.de
Copyright
November 2008
"Wir müssen nicht nur entschlossen umweltfreundliche Autos entwickeln. Wir müssen auch rechtzeitig über neue Mobilitätskonepte nachdenken. Die Welt wartet darauf." - Bundespräsident Horst Köhler, 21.3.2010
"Das
Geld liegt auf der Straße" (als pdf-Datei)
Car-Sharing für Alle (CFA)
als
Grundlage eines integrierten Verkehrssystems
ein realisierbares Zukunftsszenario
Inhaltsverzeichnis
| Kurzfassung |
Kurzfassung
|
| PKW-Verkehr | |
| Besonderheiten beim Einsatz von Elektrofahrzeugen | |
| Öffentlicher Massenverkehr | |
| Hindernisse bei der Einführung | |
| Vorteile für Volkswirtschaft und Lebensqualität | |
| Pilotprojekt für einen Stadt von 80.000 Einwohner |
Was tun, wenn das gewünschte
Fahrzeug nicht in Sichtweite verfügbar ist:
Es gibt verschiedene
Möglichkeiten je nach Umständen und Wünschen:
Wenn kein Fahrzeug in Ihrer Nähe ist und solange die Zahl der verfügbaren Fahrzeuge sehr begrenzt ist, rufen Sie den Sprachcomputer der CFA-Zentrale an.
Durch die Festnetztelefon-Nr. in Verbindung mit einem Passwort oder die Tel.-Nr. des Handys mit PDA- und GPS-Funktion (Smartphone) sind Sie als Teilnehmer einer bestimmten Nutzerklasse des CFA-Vereins ausgewiesen. In einem Sprachdialog mit der Zentrale wählen Sie ggf. die Nummer eines entsprechenden Benutzer-Profils aus, das die Fahrzeugklasse und andere individuelle Parameter enthält und im zentralen Computer und für die einfachere Benutzung möglichst auch im Smartphone gespeichert ist, (ansonsten gilt das Standard-Benutzerprofil), die Uhrzeit, wann Sie das Auto brauchen, sowie den voraussichtlichen Zeitpunkt des Nutzungsendes und den Ort, wo Sie voraussichtlich das Fahrzeug stehen lassen.
(Die letzten beiden Kriterien sind evtl. nur unter schwierigen Umständen in der allerersten Anfangsphase relevant. Die Zentrale könnte diese Informationen notfalls auch während der Fahrt durch Anrufe über Mobilfunk vom Nutzer in Erfahrung bringen. Man sollte diese Phase vermeiden durch Bereitstellung einer ausreichend großen Zahl von Fahrzeugen und einem ausreichend günstigen Verhältnis zwischen Anzahl der Fahrzeuge und Anzahl der Nutzer. Andernfalls wäre auch der personelle Aufwand und das Fehlerrisiko relativ hoch, was wiederum die Akzeptanz des Systems gefährden würde.)
Jede Veränderung des Benutzerprofils, die Sie auf dem Smartphone vorgenommen haben, wird durch die spezielle SIM-Karte bzw. dem Zentralrechner auf Zulässigkeit überprüft und ggf. übernommen. (Ein persönlicher Kontakt zu einem Gesprächspartner ist normalerweise nicht erforderlich).
Der Kontakt zur Zentrale kann
auch über das
Internet erfolgen. Letzteres ist empfehlenswert, wenn Sie einen
ungewöhnlichen Fahrwunsch hinsichtlich Fahrzeugklasse, Mitfahrern,
Gepäck, etc. haben.
Wenn der Reservierungswunsch über
das Smartphone erfolgt, senden Sie zugleich Ihre GPS-Position. Die
Lokalisierung der Festnetz-Nr. bzw. Internetanschluss erfolgt über die
Telefonbuchdatei bzw. Provideradressdatei. Der Standort (Hausadresse,
Parkplatz, Entfernung), Fahrzeugtyp, Fahrzeugnummer, Farbe, etc. des
nächstgelegenen, geeigneten, für Sie reservierten Fahrzeugs wird Ihnen
per SMS, notfalls auch telefonisch per Computerstimme mitgeteilt.
Zugleich wird die Fußgänger-GPS auf die Position dieses Standorts, und
die Kurzstreckenfunk-Funktion auf die Fahrzeug-Nr. (bzw. die Bluetooth-ID-Nr.
des Bordcomputers) eingestellt. Die Zentrale kennt die Standorte
aller nicht reservierter Fahrzeuge von ihrer letzten GPS-Position, die
der vorige Nutzer ihr automatisch bei der Abmeldung per SMS zugesandt
hat.
Wenn Sie das Auto nicht sofort
brauchen, hat die Zentrale Zeit, ein Fahrzeug zu finden, das sich
so nah wie möglich an Ihrem Standort befindet. Für eine begrenzte Zeit
vor der Abfahrt wird das nächstgelegene Fahrzeug für Sie reserviert.
Wird ein Fahrzeug in noch näherem Abstand von Ihrem Standort
abgestellt, dann geht die Reservierung auf dieses über. Kurz vor Ihrem
Abfahrtstermin erfahren Sie dann den Standort, etc. des nächstgelegenen
für Sie reservierten Fahrzeugs.(In jedem Fall muss sicher gestellt
sein, das der früheste Besteller ein Fahrzeug seiner Wahl bekommt.)
Wenn Sie sich, unterstützt durch Ihr Fußgänger-Handy, dem gesuchten Fahrzeug genügend genähert haben, erscheint die ID-Nr. des reservierten Fahrzeugs auf dem Display Ihres Handy, sobald eine Kurzstreckenfunk-Verbindung zustande gekommen ist. Um das Fahrzeug sicher zu identifizieren drücken Sie 1 oder 2 Tasten auf Ihrem Handy z. B. „Auswahl“ und „OK“. Dasselbe erreichen Sie auch durch Senden einer Standard-SMS an die Zentrale.
Das Aufleuchten der Blinklampen bestätigt die Identifikation. Ein weiterer Tastendruck öffnet die Zentralverriegelung. Sie können dann einsteigen, schließen Ihr GPS-Smartphone (über Kurzstreckenfunk) an Bordcomputer, ggf. Freisprecheinrichtung, Monitor und Außenantenne an. Falls nicht bereits bei der Terminreservierung geschehen, wird über eine SMS-Verbindung zur Zentrale geprüft, ob Ihre Mobilfunk-Nr. nicht etwa gesperrt ist. (Ggf. kann auch die Eingabe der PIN gefordert werden.) Wenn diese in Ordnung ist, können Sie - falls bei der Reservierung noch nicht geschehen - ein Fahrziel eingeben, betätigen den Zündschalter (ein Zündschloss ist nicht vorgesehen) und fahren los.
Die Nutzung beginnt mit der Reservierung des Fahrzeugs, wofür eine zeitabhängige Gebühr in Rechnung gestellt wird. Beim Verlassen des Fahrzeugs muss das Handy herausgenommen werden, da es auch zum Öffnen des Fahrzeugs dient. Die Nutzungskosten (abhängig von km-Zahl und/oder Energieverbrauch und Reservierungszeit) werden bei jedem Fahrzeugstopp vom Bordcomputer ermittelt und zusammen mit der GPS-Position auf dem Handy gespeichert. Wenn Sie sich nicht aus dem System abmelden, dann bleibt das Fahrzeug für Sie reserviert. Falls Sie später dann den Wunsch haben, die Reservierung zu beenden, ohne zum Fahrzeug zurückzukehren, dann genügen 1 oder 2 Tastendrücke auf dem Handy, um eine SMS mit diesen Daten an die Zentrale zu schicken.
Befinden Sie sich in einem Gebiet mit zu niedriger Nutzeraktivität, in dem das freie Abstellen des Fahrzeugs untersagt ist, gibt Ihr Handy ein Signal und verweigert so lange die Beendigung der Reservierung, bis Sie sich wieder in einem solchen Gebiet befinden. Das gilt auch für alle Parkplätze (evtl. Tunnel und Parkhäuser), in denen kein Funkkontakt zur Zentrale möglich ist.
Die Reservierung kann beliebig lange aufrecht erhalten werden. (Die Reservierungsgebühren sollten dazu allerdings nicht ermutigen.)
Beim Verlassen des Fahrzeugs müssen alle Türen geschlossen werden und werden über die Zentralverriegelung gesichert. (Ideal wären Schiebetüren (und Kofferraumtür) mit Servo-Schliessmechanismus wie bei öffentlichen Verkehrsmitteln üblich.) Ein entsprechender Sendeimpuls des Bordcomputers wird vom Handy registriert. Falls dieser Impuls ausbleibt, d.h. die Türen bei unterbrochener Kurzstreckenfunk-Verbindung zwischen Handy und Fahrzeug für eine gewisse Zeit offen sind, gibt das Handy Alarm. Wird die Verbindung nicht innerhalb einer gewissen Zeit wieder hergestellt oder die Türen geschlossen, bekommt der Nutzer Schwierigkeiten, z.B. gibt das Handy dann einen Dauer-Anrufton von sich, der nicht abgeschaltet werden kann, oder das Handy informiert die Zentrale über ordnungswidriges Verlassen des Fahrzeugs und sendet eine SMS über GPS-Position, Fahrzeit, ggf. Fahrstrecke. Dasselbe gilt, wenn sich der Fahrer abgemeldet hat, aber die Fahrzeugtür für eine gewisse Zeit offen steht.
Wenn das Fahrzeug zu weit entfernt ist,
um bequem dorthin zu gelangen - Sie können die maximale Entfernung im Benutzer-Profil definieren - dann wird ein Taxi-Fahrer der nächstgelegenen Service-Station Sie zu dem reservierten Auto bringen oder Ihnen das Auto zustellen bzw. Sie übernehmen sein Auto. Auf dem Weg zu Ihrem Bestimmungsort setzen Sie den Taxi-Fahrer an einem freien Auto auf Ihrer Route ab (dessen Standort die Zentrale Ihrer GPS mitgeteilt hat), einer Bushaltestelle oder einem Mitfahrer-Warteplatz. Oder der Taxi-Fahrer lässt sich von einem Kollegen mitnehmen. Oder er fährt mit dem Fahrrad weiter.
Sie können auch mit Ihrem
(Falt)Fahrrad zu dem reservierten Auto fahren, das sie dann im
Kofferraum bzw. Heckträger mitnehmen. Oder Sie nehmen einen
Scooter-Koffer, (den Sie wahlweise auch als Einkaufsroller und
Fahrradanhänger verwenden können) und bewegen sich mit 2-3 facher
Fußgängergeschwindigkeit. Den Scooter-Koffer können Sie an Ihr Fahrrad
anhängen.
Die neuen UMTS-Handies bieten wesentlich bessere Möglichkeiten der (aus Datenschutzgründen abschaltbaren) Personenortung bieten als die heutige Handygeneration. http://www.firstsurf.com/dowideit0052_t.htm; http://www.scheiter-online.de/Know-how/LBS/body_lbs.html). Die heutigen GPS-Handys sind gleichermaßen für Fußgänger wie für Fahrzeugnavigation geeignet.
Größere Fahrzeuge sind permanent mit GPS, Mobilfunkanlage und Diebstahlschutz (http://www.magnatec.de) ausgestattet, wobei hierbei die Frage des Datenschutzes noch zu klären ist. Dies hat aber den Vorteil, dass man auch abgeschleppte Fahrzeuge auffinden kann.
Indirektes Reservieren, Mitfahren, Anhalten
Als Mitfahrer oder Taxi-Fahrgast in einem CFA-Auto können Sie während der Fahrt ein anderes freies Auto auf der Route des Fahrers reservieren und sich per GPS dorthin bringen lassen.
Sie können auch mit irgendeinem CFA-Fahrzeug per Anhalter fahren. Anhalten wird populärer werden, da Sie sicher sein können, in der CFA-Gemeinschaft nur seriöse Personen zu treffen. Durch das Mitnehmen von anderen Personen zu einem fairen, automatisch berechneten Preis können Sie Ihre Fahrtkosten erheblich senken. Umwege zugunsten Ihrer Mitfahrer werden Ihnen ab einem bestimmten Limit automatisch als Taxifahrten vergütet.
Sie stellen Ihren Scooter-Koffer in den Kofferraum, wo er elektrisch unter Ihrer Handy-Nr. gesichert wird, die beim Anmelden im Bordcomputer gespeichert wurde. (Eine Verwechslung oder ein Diebstahl des Koffers wird dadruch verhindert.) Das Zusteigen eines Mitfahrers – vorzugsweise über ungefährliche Schiebetüren - wird auch der (Mitfahrer) Zentrale per SMS mitgeteilt.
Der Fahrer wird über seinen GPS-Monitor zu Ihrem Fahrziel geführt. Wenn der zur Handy-Nr. passende Koffer herausgenommen ist und die Kofferraumtür wieder geschlossen ist, kann die Fahrt fortgesetzt werden. Die anteiligen Fahrtkosten werden automatisch über das Handy des Fahrers, das an die Außenantenne des Fahrzeugs angeschlossen ist, per SMS an die Zentrale übermittelt, dem Konto des aussteigenden Mitfahrers angerechnet. Die Fahrtkosten der Insassen veringert sich entsprechend. Denkbar wäre auch, dass Beträge bis zu einer Obergrenze für den Benutzer nicht manipulierbar auf dem Handy gespeichert werden. Die anteiligen Fahrtkosten würden dann vom Bordcomputer vom Handy-Konto des Mitfahrers auf das anderen Insassen verteilt.
In einem fortgeschrittenen Stadium des Projekts, wenn bereits genügend CFA-PKWs verfügbar sind, gehen Sie auf die Straße und betätigen eine Taste Ihres Kurzstreckenfunk-Handys. Die Senderreichweite wird automatisch so lange erhöht, bis ein gewünschtes, nicht-reserviertes CFA-Fahrzeug Ihrer Teilnehmerklasse von Ihrem Bluetooth-Feld erfasst wird und seine ID-Nr. auf dem Handy-Display erscheint. Zugleich gehen kurzzeitig dessen Blinklampen an. Durch einen weiteren Tastendruck können Sie sich das Fahrzeug reservieren. Die Berechtigung zum Reservieren ergibt sich aus der Telefon-Nr., die in geeigneter Weise über einen Algorithmus mit dem PIN verbunden ist, der auf der SIM-Karte unlesbar verschlüsselt gespeichert ist. Um Missbrauch zu verhindern, sind im Bordcomputer des Fahrzeugs die gesperrten Nutzer-Mobilfunknummern gespeichert, die bei Nutzungsende aktualisiert werden.
Eine Variante, die ohne Zentrale auskommt:
Falls sich kein CFA-Fahrzeug
innerhalb der Reichweite Ihres Bluetooth-Handys bzw. Funkfernbedienung
befindet, können Sie nicht reservierte CFA-Fahrzeuge, deren
Mobilfunknummern – vgl. Version oben, bei der die Fahrzeuge ohne
Mobilfunkanschluß auskommen – mit für jeden Fahrzeugtyp
charakteristischen Zahlenkombinationen versehen sind, in Ihrer und
benachbarten Funkzellen im Umkreis per Mobilfunkortung lokalisieren.
Siehe http://www.genion.de/genion/lokales/Handyfinder/index.html
Fahrzeuge, die reserviert sind, werden nicht erkannt, da ihre Mobilfunk-Nr. permanent belegt ist (Datenschutz). (Die Mobilfunknummer des Fahrers ist davon nicht betroffen.) Die Mobilfunknummern erscheinen auf dem Display ihres Handy und per Klick können die GPS-Daten abgefragt werden. Die Mobilfunknummer erscheinen dann nach Entfernung geordnet auf dem Handy-Display und alternativ als Punkte auf einer Fußgängerkarte, wobei das nächstgelegene Fahrzeug hervorgehoben ist. (Die GPS-Daten wurden im Bordcomputer beim Abmelden des letzten Nutzers gespeichert.) Mobilfunknummern, die nicht zu Ihrer Teilnehmerklasse oder dem gewünschten Benutzerprofil passen, werden automatisch ausgefiltert.
Sie finden dann das Fahrzeug über die GPS- bzw. Bluetooth-Funktion Ihres Handys
Integration von CFA und dem Massenverkehr
In einem weiter fortgeschrittenen
Stadium müssen Sie nur noch die Telefonnummer der Mobilitätszentrale
wählen und Reisedaten wie Fahrziel-Nummer oder Telefon-Nr. bzw.
Vorwahl-Nr. oder Adresse des Zielorts, gewünschte Ankunfts- oder
Abfahrtszeit, Gepäck, Begleitpersonen, etc. eingeben. Dann macht die
Mobilitätszentrale Ihnen entsprechend Ihrer Teilnehmerklasse (z.B.
Selbstfahrer, Mitfahrer, Fahrgast im öffentlichen Massenverkehr) ein
Transportangebot, das alle für Sie verfügbaren Transportmöglichkeiten
zu einem Fahrziel unter den Gesichtspunkten minimaler Fahrzeit,
minimaler Fahrtkosten und/oder besonderer Wünsche einbezieht. Sie
erfahren z.B. die Linien-Nr. und Abfahrtszeit des Busses, die Position
eines reservierten CFA-Autos, Details über eine Mitfahrgelegenheit und
werden auf Wunsch telefonisch zur Abfahrt aufgefordert. Das Handy hat
hierbei die Funktion eines Reisebegleiters, der Ihnen die Reiseplanung
abnimmt, z.B. Mitfahrgelegenheiten organisiert, Mitfahrer und Anhalter
findet, Autos reserviert, Staus meldet, Sie zum Aussteigen aus dem Zug
auffordert, unter Berücksichtigung z.B. von Zugverspätungen und
Fahrplanänderungen....Es ist jedoch nicht notwendig, alle Details der
Reise schon zu Beginn zu wissen, zumal sich diese Informationen im
Verlauf der Reise verändern können. Es genügt, wenn man die ungefähre
Ankunftszeit weiß und dann über Bluetooth oder SMS jeweils über den
nächsten Schritt informiert wird. Die Fahrpläne der jeweiligen
öffentlichen Verkehrsmittel sind in den Bordrechnern gespeichert und
können von dort kostenlos über Bluetooth abgerufen werden. Auf diese
Weise lassen sich die Anforderungen an eine zentrale Software
verringern.
Besonderheiten beim Einsatz von Elektrofahrzeugen
Elektrofahrzeuge sind an Ladestationen gebunden. Diese müssten auf speziellen Parkplätzen, verteilt über das Stadtgebiet, eingerichtet werden.
Wer ein Elektroauto in seiner Garage reservieren und abstellen möchte, kann auch dort die Akkus aufladen. Die Information: Fahrzeuginhaber + aufgeladene KWh, geht an die Zentrale. Die Stromkosten werden dem Inhaber gut geschrieben. Besondere Stecker an den Parkplatz-Ladestationen verhindern, dass die Stromkosten dort reservierter Fahrzeuge dem Benutzer gut geschrieben werden.
CFA erlaubt die Nutzung nicht nur im Stadtverkehr, sondern auch im Überlandverkehr, wenn die Nutzer bereit sind, ggf. mehrmals das Fahrzeug zu wechseln. Der vom Verfasser entwickelte standardisierte Scooter-Koffer erleichtert das Überwechseln in ein anderes Fahrzeug oder Transportmittel erheblich.
Denkbar ist auch die Konstruktion von Elektrofahrzeugen, deren Akkus an Tankstellen einfach ausgetauscht werden. Das setzt jedoch eine entsprechende teure Infrastruktur voraus. Beide Varianten können parallel genutzt werden: Akkuaustausch bei Überlandfahrten an den Autobahntankstellen – Fahrzeugwechsel im Stadtverkehr (falls überhaupt erforderlich), wo man meistens ohne viel Gepäck und nur auf kurzen Strecken unterwegs ist.
Natürlich funktioniert das System umso reibungsloser und wirtschaftlicher, je mehr CFA-Autos verfügbar sind und je größer die Zahl der Nutzer ist. Aber selbst mit derselben Anzahl von CFA-Autos wie beim heutigen Car-Sharing ist der Service bedeutend unkomplizierter und personalärmer. Diese Tatsache sowie die steigenden Benzinpreise und der zunehmende Wunsch der Bevölkerung, stressfrei in einer abgasfreien, lärmfreien Umgebung zu leben (da CFA beim heutigen Stand der Technik die Voraussetzung bildet für den breiten Einsatz von preisgünstigen Elektrofahrzeugen in den Innenstädten!) werden – unterstützt durch ein Bonussystem für die Gewinnung neuer Mitglieder - die Zahl der CFA-Fahrzeuge, Fahrer und Mitfahrer rasch ansteigen lassen, wodurch umgekehrt der Service verbessert werden kann und die Attraktivität weiter zunimmt. Ähnliches gilt für die umweltfreundlichen, öffentlichen Massenverkehrsmittel und das Fahrrad.
Die Vorteile werden in den Großstädten größer sein als auf dem Lande, wo allerdings auch die Verkehrsprobleme geringer sind.
Der Überlandverkehr kann überwiegend über die Bahn erfolgen (oder mit Überlandfahrzeugen, die an den Stadträndern geparkt sind), da man überall ohne Formalitäten preisgünstig einen Wagen mieten kann.
Das GPS-Smartphone mit Kurzstrecken-Funkmodul kann für CFA, Bahn und ÖPNV gleichermaßen vorteilhaft verwendet werden, so dass auch die öffentlichen Verkehrsmittel wesentlich einfacher und angenehmer zu nutzen sind als heute. "Fahrkartenverkauf" und Sitzplatzreservierung kann ohne Bahnpersonal erfolgen. Dies wird vielen Autofahrern den Verzicht auf das eigene Fahrzeug erleichtern. Die Fahrtkosten werden streckengenau und ggf. gerecht, d.h. in Abhängigkeit von der Zahl der Fahrgäste berechnet - ganz abgesehen von der nützlichen Funktion des Handys als Reisebegleiter, der aktuelle persönlich relevante Reiseinformationen, z.B. über Kurzstreckenfunk-Kopfhörer, übermittelt und rechtzeitig zum Aussteigen auffordert. Reiseinformationen können ohne Mobilfunkgebühren unmittelbar über einen im Bus oder Zug installierten Kurzstrecken-Funkmodul empfangen werden.
Verfahren zur Kontrolle und Abrechnung
a) durch kombinierte Mobilfunk- und GPS-Funktion des Handy
Eine kombinierte Mobilfunk- und
GPS-Funktion des Handy ist auf die Mobilfunk-Anlage des Busses/Zugs als
Zieladresse eingestellt, etwa durch die Anweisung: Finde
Mobilfunk-Anlagen öffentlicher Verkehrsmittel, die 0-2 Meter vom Handy
entfernt sind. Zunächst durchsucht dazu die Mobilfunkzentrale die
Funkzelle, in dem sich das Handy befindet. Dann werden alle
öffentlichen Verkehrsmittel, die durch eine charakteristische
Zahlensequenz in der Mobilfunknummer gekennzeichnet sind, auf ihre
GPS-Position abgefragt und jenes ausgewählt, das die o.g.
Entfernungsbedingung zum Handy des Fahrgastes erfüllt. Damit ist der
Fahrgast in diesem Bus oder Bahn angemeldet. Dieser Zustand ist
erkennbar an einem LCD-Signal am Handy, das der Busfahrer, Kontrolleur
oder Zugbegleiter überprüfen kann. Die GPS-Funktion kann dann nicht
mehr abgeschaltet werden, bis der Fahrgast das Verkehrsmittel wieder
verlässt und einen Abstand von mindestens 2 m erreicht hat.
(Andernfalls könnte sich der Fahrgast in Sichtweite eines Kontrolleurs
nachträglich anmelden oder nach der Kontrolle vorzeitig abmelden.)
Sobald dies über GPS festgestellt wurde, ist der Benutzer abgemeldet.
Aus der Wegstrecke, die sich aus
den GPS-Positionen beim Betreten und Verlassen des Systems (Einsteigen
und Aussteigen) ergeben, wird der km-genaue Fahrpreis ermittelt, (und
auf dem Handy für den Benutzer nicht löschbar gespeichert) und per SMS
an die Zentrale geschickt, (wenn der Speicher voll ist.) Die Abrechnung
erfolgt z.B. über Lastschrift oder eine Geldkartenfunktion des Handy
(vgl. g-cash). (Verwaltungstechnisch mag es günstiger sein, wenn die
Abrechnung über das Mobilfunkgerät des Busses oder der Bahn, deren Nr.
bei der Anmeldung auf dem Handy gespeichert wurde, an deren
Rechnungszentrale geschickt wird.) Sollte die GPS-Funktion etwa durch
Herausnehmen des Akku beendet werden, dann registriert dies der
Bordcomputer, der von Zeit zu Zeit Reiseinformationen oder auch einen
Testanruf an den Teilnehmer richtet bzw. die „Entfernung“ zwischen
Handy und Fahrzeug überwacht. (Letzteres ist nur möglich in Fahrzeugen,
in denen das Handy ein GPS-Signal ohne Außenantenne empfangen kann.) In
diesem Fall wird dem Fahrgast ein Fahrpreis bis zur Endstation in
Rechnung gestellt.
b) durch Kurzstreckenfunk-Funktion
Während des Stands an den
Haltestellen wird an den Eingangs- und Ausgangstüren eine
Kurzstreckenfunk-Wolke erzeugt. Der Fahrgast passiert diese Zone mit
eingeschalteter Kurzstreckenfunk-Funktion seines Handy. Bei Bussen mit
Eingangskontrolle erkennt der Busfahrer die korrekte Anmeldung im
Systems an einem optischen oder akustischen Signal, ohne dass der
Fahrgast sein Handy vorzeigen muss. (Personen, deren Handy-Akku
ungenügend aufgeladen ist, werden nicht zum Fahrtantritt nicht
zugelassen bzw. werden aufgefordert, den Akku während der Fahrt
aufzuladen.) Danach kann der Fahrgast den Stand-By-Modus der
Kurzstreckenfunk-Funktion nicht mehr abschalten, bis er beim Aussteigen
wiederum eine Kurzstreckenfunk-Wolke passiert. Ob die Kurzstreckenfunk-Funktion des
Handys funktioniert und nicht etwa durch Herausnehmen des Akkus
unterbrochen ist, wird durch periodischen, kurzzeitigen Aufbau eines
Kurzstreckenfunk-Feldes im Fahrgastraum überprüft. Beim Eintreten der
Funktionsunfähigkeit des Handy während der Fahrt wird dem Fahrgast ein
Fahrpreis vom Abfahrtsort bis zur Endstation bzw. eine Strafgebühr in
Rechnung gestellt.
Bei Bahnen ohne Eingangskontrolle erzeugt der Zugbegleiter oder Kontrolleur während der Kontrolle (am besten kurz vor einer Haltestelle) mit seinem PDA ein Kurzstreckenfunk-Feld mit stufenlos einstellbarer Reichweite. Der Aufbau eines periodischen, kurzzeitigen Kurzstreckenfunk-Feldes erübrigt sich dadurch. Stimmt die Zahl der Fahrgäste in einem Bereich mit der Zahl der Nummern auf seinem Display überein, befinden sich keine Schwarzfahrer unter den Fahrgästen. Wenn die Zahl der Nummern geringer ist als die der Fahrgäste, kann er die Reichweite des Kurzstreckenfunk-Sender verringern und kleinere Gruppen von Fahrgästen untersuchen. Oder er kann verlangen, sich die Handys zeigen zu lassen und an einem LCD-Signal die richtige Funktion erkennen.
Die Anmeldung im System muss vor
dem Einstieg erfolgt sein und nicht erst bei Sicht des Kontrolleurs,
d.h. die Kurzstreckenfunk-Funktion des Handy muss bereits beim Eintreten in
das Kurzstreckenfunk-Feld an der Eingangstür eingeschaltet sein und kann nicht
nachträglich eingeschaltet werden. Der Fahrgast wird durch ein
entsprechendes Signal gewarnt.
Alternativen, die ohne GPS
und/oder Kurzstreckenfunk auskommen
Im wesentlichen ist der Ablauf wie beim ÖPNV. Die routinemäßige Kontrolle der Fahrgäste kann diskreter und stark vereinfacht durchgeführt werden (s. Bahnen ohne Eingangskontrolle). Alle die Zusatzleistungen und Features wie 1. Klasse, ICE, Gruppenreisen, Bahncard können per Handy mit GPS- und Kurzstreckenfunk-Funktion leicht realisiert werden. Auch das Reservieren und Auffinden von freien Sitzplätzen wird vereinfacht. Dazu muss der Reisende eine Zieladresse (zumindest Vorwahl-Nr. seines Fahrziels) angeben. Dann kann der Bordcomputer des in den Bahnhof rollenden Zugs auf Grund der Zählung des Kontrolleurs bzw. der automatischen Zählung im Kurzstreckenfunk-Feld die Zahl der freien Sitzplätze ermitteln und die am Bahnhof in einem Kurzstreckenfunk-Feld wartenden Fahrgäste einzeln auf die freien Plätze in den Waggons verteilen. Die heute übliche starre Reservierung ist personalaufwändig und unzuverlässig, da häufig reservierte Sitzplätze nicht in Anspruch genommen werden. Wollte man sie automatisieren, wären Hardwareinstallationen an den Sitzplätzen erforderlich. Günstiger scheint eine flexible Reservierung zu sein, bei der der betreffende Passagier ein Recht auf einen Sitzplatz hat und notfalls einen (jüngeren) Passagier ohne Sitzplatzreservierung unter Vorzeigen seines Handydisplays zum Verlassen seines Sitzplatzes auffordern kann. Der Kontakt zum Zugbegleiter könnte bequem über Handy und Kurzstreckenfunk-Funktion erfolgen.
Eine vollständige, zuverlässige, automatische Kontrolle ist vermutlich mit vertretbarem technischen Aufwand nicht zu erreichen. Denkbar wäre allenfalls die Wiedereinführung der Bahnsteigabsperrungen, wie dies in Frankreich geschieht.
Die kontinuierliche Zählung der
Fahrgäste (die grob auch über Trägheitsmessung erfolgen könnte) und die
Möglichkeit flexibler Fahrtkosten erlaubt die Verwirklichung größerer
Kostengerechtigkeit. Ebenso wie im Taxi die Fahrt für jeden billiger
wird, je mehr Personen mitfahren, so könnte dieses Prinzip auch
eingeschränkt in den Massenverkehrsmitteln umgesetzt werden. Allerdings
sollte die Spannbreite zwischen Maximal- und Minimalpreis sozial
verträglich bleiben. Es ist aber nur fair, dass eine Fahrt in einem
überfülltem Waggon, in dem kaum ein Stehplatz frei ist, preisgünstiger
sein sollte als in einem halb leeren Bus. Die Transportunternehmen
wären dadurch eher geneigt, zur richtigen Zeit mehr Transportkapazität
zur Verfügung zu stellen. Lokal und zeitlich unwirtschaftliche
Busrouten und -fahrten könnten entfallen und durch CFA-Mitfahren
bedient werden. (In diesem Fall wären aber die CFA-Teilnehmer
verpflichtet, auch Nicht-Mitglieder mitzunehmen.)
Auch das Pendlerproblem, das in erster Linie ein gesellschaftspolitisches und städtebauliches Problem ist, könnte durch flexible Fahrgemeinschaften in PKWs und Bussen unterschiedlicher Größe, beträchtlich entschärft werden. Lokale Mitfahrerzentralen könnten vollautomatisch und mit kurzer Reaktionszeit registrierte Fahrer und Mitfahrer mit konstanten Fahrzielen zusammenführen.
Alle technischen
Schlüsselkomponenten des Systems gibt es inzwischen:
Stattdessen könnte auch eine Chipkarte mit Transponder eingesetzt werden. Allerdings müssten dazu an allen Haltestellen und Bahnhöfen Chipkartenterminals an Stelle der Fahrkartenautomaten installiert werden.
Die Möglichkeiten des Handys insb. mit zusätzlichen PDA-Funktionen und Kurzstreckenfunk oder Wi-Fi sind jedoch ungleich größer, so dass sich dieses langfristig in jedem Fall gegen die Chipkarte durchsetzen wird. Bereits heute werden damit Zahlungen getätigt, die bisher der Chipkarte bzw. Kreditkarte vorbehalten waren.
Das persönliche Handy mit seinen
zahlreichen Komforteigenschaften, das über Kurzstreckenfunk an das Festnetz,
PC und Lautsprecher angeschlossen ist, könnte das Festnetztelefon in
vielen Fällen völlig ersetzen. Auch öffentliche Fernsprechzellen
könnten weitgehend durch Kurzstreckenfunk zum Festnetz ersetzt werden, an
denen viele Personen mit ihrem Handy zum Festnetztarif gleichzeitig
telefonieren können, ohne sich gegenseitig zu stören. Da die
Strahlungsbelastung durch Kurzstreckenfunk nur 1/100 der Handystrahlung
beträgt, kann von einer breiten Akzeptanz ausgegangen werden.
Denkbar wären auch ein öffentliche Fahrräder, die technisch besser sind und besser verwaltet werden als das fragwürdige Experiment „call a bike“ in München. Die Fahrräder müssten dazu mit einer Energiequelle (Solarzelle, Akku + Dynamo) zur Stromversorgung einer Fahrsperre mit elektronisch gesteuerter Verriegelung und einer LCD, die den Status der Reservierung anzeigt, versehen sein. Den Standort und die Fahrrad-Nr. eines nahe gelegenen Fahrrads erfahren Sie von der Zentrale. Damit ist das Fahrrad für Sie reserviert. Sie finden es mit dem GPS-Smartphone und ggf. mit Kurzstreckenfunk (s. PKW-Verkehr). Bei Fahrtantritt muss eine Verbindung zwischen Nutzerhandy und der Steuerung der Fahrsperre über Kurzstreckenfunk und/oder eine Kabelverbindung hergestellt werden. Dabei wird das Aussenden einer SMS, die die Fahrrad-Nr. und die Uhrzeit enthält, an die Zentrale veranlasst. (Dies ist erforderlich für den Fall, dass das Fahrrad direkt, d.h. ohne Zentrale reserviert wurde.) Ist eine Fahrberechtigung vorhanden und das Fahrrad nicht anderweitig reserviert – erkennbar an einer leuchtenden LCD - , erfolgt eine entsprechende SMS-Antwort der Zentrale, durch die die Fahrsperre entriegelt wird, so dass sie manuell geöffnet werden kann. Das Fahrrad ist damit für diesen Nutzer reserviert. Die Energiequelle könnte im Falle der Kabelverbindung auch der Akku des Handy sein, der die kurzzeitig benötigte Energie zum Entriegeln der Fahrsperre liefert. Damit ist der Nutzer im System angemeldet. Bei Fahrtende wird die Fahrsperre wieder manuell geschlossen.
(Wird die Verbindung Handy-Fahrradelektronik vorher gelöst, schlägt das Handy Alarm. Wird die Verbindung nicht innerhalb einer gewissen Zeit wieder hergestellt, bekommt der Nutzer Schwierigkeiten, z.B. gibt das Handy dann einen Dauer-Anrufton von sich, der nicht abgeschaltet werden kann, oder das Handy informiert die Zentrale über ordnungswidriges Verlassen des Fahrrads und sendet eine SMS über GPS-Position, Fahrzeit, ggf. Fahrstrecke.)
Dabei fragt das Handy-Display den Nutzer, ob die Reservierung aufrechterhalten werden soll. Wenn die Verbindung Handy-Fahrradelektronik gelöst wird, bleibt das Fahrrad reserviert. Wenn sie aufgehoben wird, sendet das Handy eine SMS (GPS-Position, Fahrzeit, ggf. Fahrstrecke) an die Zentrale.
Wird das Fahrrad reserviert, dann leuchtet eine LCD auf. Um das Fahrrad wieder in Betrieb zu nehmen, geht man genau so vor wie oben beschrieben. Das Wiedererkennen der Mobilfunk-Nr. des Nutzers durch die Steuerung der Fahrsperre kann hierbei erfolgen
Man muss sich allerdings fragen,
ob ab einem gewissen Stadium der Realisierung der Konzeption angesichts
der enormen volkswirtschaftlichen Ersparnisse Fahrräder nicht einfach
dem öffentlichen Verkehr frei zur Verfügung gestellt und gewartet
werden sollten, zumal jeder Radfahrer und Fußgänger die Umwelt und den
Straßenverkehr entlastet.
Einige technische Veränderungen
an den Fahrzeugen und Massenverkehrsmitteln würden die Benutzung
erheblich erleichtern, sind jedoch keine Voraussetzung für die
Einführung des Systems.
Die Standardisierung, die
professionelle Wartung und die serienmäßige Ausrüstung mit GPS der
CFA-Fahrzeuge bietet neue Möglichkeiten, den Komfort, die Lebensdauer
und die Sicherheit im Straßenverkehr zu verbessern. An Stelle von
Geschwindigkeitsbegrenzungsschildern und Radarfallen könnte man
Geschwindigkeitsbegrenzungen zum Bestandteil der geographischen Daten
machen, die ständig über Mobilfunk übermittelt werden. Der Fahrer würde
bei Geschwindigkeitsüberschreitung gewarnt und seine Geschwindigkeit
notfalls sogar durch Fernsteuerung des Antriebs begrenzt.
http://www.itinerary.com/.
Eine sinnvolle Arbeitsteilung
zwischen der CFA-Organisation und den Speditionen bringt enorme
Synergieeffekte. Die Organisation unterhält den Fuhrpark und engagiert
die Fahrer. Die Speditionen machen nur noch die Akquise und geben die
Speditionsaufträge an die Organisation weiter, welche die LKWs und
Fahrer koordiniert Leerfahrten von LKWs entfallen somit vollständig.
Der LKW-Fahrer fährt ggf. mit einem LKW, öffentlichen Verkehrsmittel
oder CFA-PKW zu seinem nächsten (nahe gelegenen) Einsatzort.
Hindernisse bei der Einführung
Am schwierigsten scheint die Lösung zwischenmenschlicher, rechtlicher und verwaltungstechnischer Probleme, der Abbau von unnatürlichen gesellschafts-, wirtschaftspolitischen und städtebaulichen Vorstellungen und Strukturen, sowie die Organisation der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Unternehmen, den Verkehrsträgern und den staatlichen Behörden, zumal Know-How aus ganz verschiedenen Wissensbereichen in ein Joint-Venture eingebracht werden müssen.

Umweltfreundliche öffentliche Verkehrsmittel werden einerseits deshalb gemieden, weil der Gepäcktransport umständlich ist (dafür sind akzeptable technische Lösungen möglich, z.B. mein Scooter-Koffer), andererseits aber auch wegen der Belästigung durch unangenehme Zeitgenossen. Im Falle von Car-Sharing besteht das Problem in geringerem Maße, da nicht jeder als Mitglied akzeptiert werden muss. Allerdings ist kostengünstiges Car-Sharing nur im Verbund mit umweltfreundlichen Massenverkehrsmitteln möglich.
Mit sog. Vedischen*) Kohärenzgruppen kann die Atmosphäre in der Gesellschaft verbessert, die Kriminalität drastisch gesenkt und damit auch die Akzeptanz der öffentlichen Verkehrsmittel erheblich verbessert werden. Weitere Maßnahmen wie die Wiedereinführung einer Billig-Klasse in öffentlichen Verkehrsmitteln, Alkohol- und Drogenverbot, etc. sind denkbar und werden politisch durchsetzbar, wenn sich das kollektive Bewusstsein verbessert.
*).Veda = Wissen, Naturgesetz)
Vorteile für
Volkswirtschaft und Lebensqualität
Die Abschätzung der volkswirtschaftlichen Auswirkungen ist sicherlich nicht ganz einfach. Man denkt zunächst an den Verlust von (unproduktiv gewordenen!) Arbeitsplätzen in der Automobilindustrie. Im Gegenzug dazu entstehen durch den Aufbau von CFA und dem Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel vergleichsweise interessante, angenehme, sichere und umweltfreundliche Arbeitsplätze im Dienstleistungs- und IT-Bereich. Betrachtet man die Volkswirtschaft als ein großes Unternehmen, dann ergeben sich durch den Aufbau von CFA enorme Synergie- und Rationalisierungseffekte in Form von Ersparnissen und Verbesserung der Effizienz des Verkehrswesens. Dies wird enorme wirtschaftliche und menschliche Ressourcen frei setzen, die dazu genutzt werden können, unsere chaotisch gewachsenen Städte und Dörfer nach den ewigen Naturgesetzen des Sthapatya-Veda neu aufzubauen, um dadurch städtebaulich bedingtes Verkehrsaufkommen zu reduzieren und die Lebensqualität und Volksgesundheit wesentlich zu verbessern.
Bei einer
Wirtschaftlichkeitsrechnung und einer Beurteilung unter dem
Gesichtspunkt der Lebensqualität müssen - abgesehen von dem Spaßfaktor,
den das System bringen wird - folgende Komponenten berücksichtigt
werden:
CFA muss weltweit eingeführt werden, denn die Übernahme des verschwenderischen westlichen Lebensstils durch Nationen wie China und Indien würde die globalen Ressourcen überfordern Dies fördert den Export und schafft zukunftssichere Arbeitsplätze.
Dem stehen allerdings auch
erhebliche Anfangsinvestitionen gegenüber, z.B. Softwareentwicklung und
Aufbau der Organisation, bessere Ausstattung der öffentlichen PKWs und
der Massenverkehrsmittel.
Pilotprojekt für einen
Stadt von 80.000 Einwohner
bei etwas eingeschränkter
Funktion ist minimal erforderlich :
1 www.mitsumi.de/ Es sollte möglich sein, die Schnittstelle alternativ zur GSM-Antenne zu benutzen.
2 www.benefon.de
3Die Funktion eines Bordcomputers sollte in erster Linie vom Smartphone des Nutzers übernommen werden. Alle Fahrdaten des Nutzers sind dort gespeichert; die für die Zentrale relevanten Daten werden während der Fahrt zur dorthin geschickt und dort gespeichert.
17.11.2008
Für eine
energieeffiziente Stadt müssen Routinen im Verkehrsverhalten
durchbrochen werden
Zwei Milliarden
Fahrzeuge wird es im Jahr 2050 weltweit geben. Das zumindest ist die
Prognose des World Business Council for Sustainable Development
(WBCSD), eines internationalen Zusammen-schlusses von
Mineralölproduzenten und Automobilherstellern. Zum Vergleich führt
TU-Professorin Christine Ahrend die Zahl aus dem Jahre 2000 an. Da
bestand der globale Fuhrpark noch aus 700 Millionen Fahrzeugen.
"Angesichts dieser
Entwicklung wird es unumgänglich sein, dass sich das Verkehrsverhalten
in der Gesellschaft grundsätzlich ändert. Es müssen Alternativen
aufgezeigt werden, die es den Menschen ermöglichen, sich von eingeübten
Routinen zu verabschieden", sagt Prof. Dr. Christine Ahrend, die seit
2007 am Institut für Land- und Seeverkehr der TU Berlin das Fachgebiet
"Integrierte Verkehrsplanung" lehrt.
"In den städtischen
Ballungsräumen wird es unverzichtbar sein, den privaten
Individualverkehr, der hauptsächlich an das Auto gebunden ist, mit dem
öffentlichen Kollektivverkehr klug und - für den Autofahrer ganz
wichtig - komfortabel miteinander zu verknüpfen", sagt die
Verkehrsforscherin. Für diese Vision haben Christine Ahrend und ihr
Kollege Dr. Oliver Schwedes einen kurzen und prägnanten Begriff geprägt
- das "öffentliche Auto".
Kern der Idee ist,
dass im öffentlichen Stadtraum ausreichend viele Autos zur Verfügung
gestellt werden, die von jedermann bei Bedarf und zu jeder Zeit per
Handy gebucht und genutzt werden können. "Entscheidend dabei ist, dass
diese Autos mit einem emissionslosen Antrieb ausgestattet sind", so
Ahrend. Denn mit dem "öffentlichen Auto" soll nicht nur der Autoverkehr
in einer Stadt, sondern auch die Emission an Kohlendioxid entscheidend
verringert werden. Die Professorin sieht in dem "öffentlichen Auto"
einen Beitrag zur Entwicklung einer energieeffizienten Stadt.
Der Idee vom
"öffentlichen Auto" liegt ein radikaler Perspektivwechsel zugrunde.
Bislang sei nur dem Sektor des öffentlichen Verkehrs und seinen
Verkehrsmitteln wie S-, U- und Straßenbahn das Potenzial zuerkannt
worden, den Verkehr in einer Stadt nachhaltig zu verändern - sowohl
hinsichtlich der Reduzierung des Volumens als auch der
Schadstoffemission. Weitgehend unberücksichtigt blieb hingegen bis
heute der Sektor des Individualverkehrs, der durch das Auto
charakterisiert ist, erklärt die Wissenschaftlerin. Die Zukunft der
Mobilität jedoch ohne das Auto zu denken, hält Ahrend für illusionär.
Vielmehr bestünde die Herausforderung darin, die Vorteile der beiden
Sektoren - öffentlicher Kollektivverkehr und privater Individualverkehr
- optimal miteinander zu verflechten. "Was die individuelle Freiheit im
Zusammenhang mit Mobilität anbetrifft, ist das Auto bislang
unschlagbar", sagt Christine Ahrend.
Mit dem
"öffentlichen Auto" soll auch eine Fehlentwicklung korrigiert werden,
die dazu führte, dass öffentlicher Kollektivverkehr und privater
Individualverkehr getrennt voneinander existieren. Diese "Entkoppelung"
der beiden Verkehrsbereiche aufzuheben, sieht Christine Ahrend als ein
Gebot der Stunde. Es muss gelingen, Auto und öffentliche Verkehrsmittel
in einer Stadt so miteinander zu verschränken, dass es für einen
Autofahrer kein Hindernis mehr darstellt, zwischen privat genutztem
Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln - je nach Situation - mühelos
hin- und herzusurfen, also am Punkt A vom Auto in die Straßenbahn
umzusteigen und am Punkt B von der Straßenbahn wieder ins Auto. Um
mobil zu sein, wird nicht mehr nur ein Verkehrsmittel genutzt wie das
private Auto, sondern viele. Christine Ahrend spricht von "multimodalen
Mobilitätsroutinen".
Was Christine
Ahrend an der Vision eines "öffentlichen Autos" aus wissen-schaftlicher
Sicht interessiert, ist die planerische Integration eines solchen
Projektes in den städtischen Raum: Fragen, wie groß ein solcher
öffentlicher Autopool sein muss, wo in der Stadt Autos und
Batterieaufladestationen stehen müssen oder auch wie freiwerdende
Parkflächen neu genutzt werden können, sind zu untersuchen. Der
Forschungsbedarf ist enorm.
Das "öffentliche Auto" könnte Autofahrern helfen, ihr ausschließlich
auf das Auto fixiertes Verkehrsverhalten zu durchbrechen, ohne auf das
geliebte Gefährt und seine Vorteile verzichten zu müssen. Es brächte
aber noch einen anderen handfesten Gewinn: Wenn "öffentliche Autos" zu
jeder Zeit zur Verfügung stünden, wäre es nicht mehr notwendig, ein
eigenes Auto für viel Geld Monat für Monat, Jahr für Jahr selbst zu
unterhalten. Haben Untersuchungen doch ergeben, dass viele Autos die
meiste Zeit des Tages nicht gefahren werden, sondern stehen - am
Straßenrand, in Garagen oder auf Parkplätzen.
Weitere
Informationen erteilt Ihnen gern: Prof. Dr. Christine Ahrend,
Fachgebiet Integrierte Verkehrsplanung am Institut für Land- und
Seeverkehr der TU Berlin, Salzufer 17-19, 10587 Berlin, Tel.:
030/314-78772, Fax: -27875, E-Mail: christine.ahrend@ivp.tu-berlin.de
Dr. Kristina R.
Zerges | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere
Informationen: www.verkehrsplanung.tu-berlin.de
www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608
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